Beachtenswert

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Audrey Watters
schreibt immer hervorragend informiert und kritisch, hier über Sugata Mitra und Hacking Education

zeitonline

Der xMOOC der Vanderbilt University auf Coursersa:
Leading Strategic Innovations in Organizations

Linkjournal März 2013

-> April 2013

30. März: Inka
An Ostern lese ich über die Inka. Ihr Leben wurde von Felipa Guaman Poma de Ayala, einem frühen spanischen Chronisten festgehalten. Die Chronik befindet sich heute in Kopenhagen und ist digital verfügbar.

26. März: Ausbeutung der Ressourcen in Lateinamerika
Der Guardian bringt einen guten Artikel über den "Race for what's left", an dem sich China führend auch in Lateinamerika beteiligt.

25. März: Cusco
Die nächste Südamerika-Reise beginnt in vier Wochen: Cusco. Ich stimme mich mit Cusco Live etwas ein und starte eine Facebook-Liste und eine Twitter-Liste zu Peru.

22. März: Favelas in Rio
Die NZZ berichtet heute über die Favelas in Rio. Die Artikel in le monde diplomatique sind eine nötige Ergänzung: "Maisonette mit Meeresblick" und "Die neuen Bosse der Hügel".

18. März: Yale macht keine MOOCs
In einer kleinen Gruppe tauschen wir uns via Linkedin immer noch über den Coursera-MOOC aus. Wir finden die Vermittlung der Inhalte ansprechend, das Ganze aber eine ziemlich einsame Sache. Eine Kollegin, die in Yale arbeitet, macht bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam, dass Yale sich entschlossen hat, vorläufig keine MOOCs anzubieten.

16. März: Flugbilder von Georg Gerster
Die Fotostiftung Schweiz zeigt die Flugbilder Gersters und Thomas Hermann schreibt darüber im BildBild.

15. März: Brasilianische Datenbanken
Der immer sehr gut recherchierte Blog "Deep Brazil" gibt einen Überblick über wissenschaftliche Datenbanken mit Forschungsergebnissen aus Brasilien.

14. März: Social Media in Lehr- und Lernszenarien
An der Uni Zürich habe ich gestern einen interessanten Lunch-Vortrag von Eva-Christina Edinger (PH der FHNW) über Social Media in Lehr- und Lernszenarien gehört. Das Forschungsprojekt betreibt auch eine Blog, in der unter anderem Social Media definiert werden. Sie gibt den zuhörenden Dozierenden einige handfeste Tipps, z.B. über Aktivieren des Vorwissens, Toolboxes für die Lehrgestaltung, E-Portfolios, Wikis und FAQ. Wikis in der Hochschullehre werden auch von Johannes Moskaliuk thematisiert.

13. März: Centre for Urban Studies
Wir planen einen Besuch am Ontario Institute for Studies in Education. Das OISE betreibt auch ein Centre for Urban Schooling.

12. März: Leitmedienwechsel
Beat Döbeli hat am GDI Rüschlikon einen Vortrag über den Leitmedienwechsel und das Schweizerische Bildungssystem gehalten. Die Folien sind online und geben einen guten Überblick über schulische Konsequenzen des Wechsels von der Buchdruckgesellschaft zur Informationsgesellschaft.

11. März: Kooperationen mit kaum demokratischen Ländern
Inside Higher Ed befasst sich mit den globalen Ambitionen der New York University mit ihren Campi in Abu Dhabi und Shanghai und der Schliessung von Tisch Asia (graduate film school) in Singapur. Eine Frage (die ich mir selbst auch oft stelle) ist natürlich, wie es um die Freiheit der Wissenschaft in undemokratischen Ländern bestellt sei. Ist eine solche Internationalisierung zu verantworten - weisen solche Uni-Filialen vielleicht sogar einen Weg zur Öffnung, zur Demokratisierung?

10. März: akademischer Kapitalismus und akademischer Populismus in Südamerika
Brasilien soll eine akademischen Kapitalismus betreiben, weil es mit seinem Science without Borders nach Nordamerika und Europa zielt und sich wenig für Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus anderen lateinamerikanischen Ländern öffnet. Venezuela unter Chavez hätte dann einen "akademischen Populismus" betrieben. Wie Hugo Chavez gesagt haben soll:“We don’t need doctors in Venezuela because the know-how is in the people.” So die University World News.

9. März: Gamification
Gamification, der Begriff arbeitet sich in der Hitparade der meisgebrauchten Wörter rund um Gesellschaft und Erziehung nach oben. Hier ein Artikel der sich mit der "Gamification of Education" und Tablets auseinandersetzt.

8. März: World Café
Ich soll einen Vortrag halten, der dann im World Café-Stil verarbeitet wird. Den Begriff World Café kenne ich so ungefähr, jetzt muss ich mich wohl genauer damit auseinandersetzen.

7. März: Innovativste Uni der USA?
Während dieses xMOOCs komme ich an der Southern New Hampshire University, offenbar einer der 50 innovativsten Firmen der Welt, vorbei.

6. März: xMOOC
Ich versuche, mich an einem xMOOC auf Coursera zu beteiligen, Leading Strategic Innovation in Organizations von David A. Owens.

5. März: Kritischer Blick auf Hacking Education
Martin Linder gibt auf Google+ einen sehr guten Überblick über die Diskussion rund um "Hacking Education", TED usw.: "Ideologisch steht TED irgendwo zwischen Silicon Valley-Kultur, Ivy League-Eliteabsolventen-Kultur und einer selbstbewusst als Gesellschaftreformer auftretenden Business-Kultur (...) Die TED-Botschaft lautet, in bester pathetischer US-Tradition: Mach es dir selbst. Nimm dein Schicksal in die eigene Hand. Und mehr oder minder direkt: Das bestehende Bildungssystem ist obsolet. Es wird untergehen, die Verantwortung für den einzelnen Bildungsweg geht über auf die einzelnen LernerInnen. Dagegen hält Watters, die Edu-Hackerin, die alte europäische Idee von Bildung als gesellschaftlicher Aufgabe: "Education as a common good".

4. März: Nur noch Löcher, keine Computer mehr in der Mauer
Donald Clark gibt noch einen drau mit Fotografien der Löcher in der Wand, wo Sugata Mitra seine Computer installiert hatte. Da ist gar nichts mehr: “What we see is the idea of free learning going into free fall.

2. März: Hacking Education als individualistisches, elitäres Konzept
Anfänglich freut es mich sehr, dass Sugata Mitra den mit einer Million dotierten TED-Preis für seine "minimally invasive education" erhalten hat. Mit der Zeit kommen aber auch einige Zweifel auf. Audrey Watters fasst sie - zusammen mit einer Kritik an Dale Stephens "Hacking your Education" - gut zusammen: "As such, the vision for the future of education offered in Stephens’ new book is an individualist and incredibly elitist one. It contains a grossly unexamined exceptionalism, much like the Hole in the Wall which, at the end of the day, worked best for the strongest boys on the streets."

1. März: Unterschiedliche Generationen arbeiten unterschiedlich
Wir unterhalten uns über die Frage, wie die verschiedenen Generationen arbeiten.
(Hier ein Foliensatz von Microsoft (PDF), der nicht genau identisch ist, mit demjenigen der uns präsentiert wurde).
Der Report "Digital Natives" von Johnson Controls gibt weitere interessante Aufschlüsse über diese Generation.
Martin Klaffke beschreibt Ansätze für das Personalmanagement von Millenials (der Generation Y, die etwa zwischen 1981 und 1995 Geborenen, die wegen des prägenden Ereignisses ihrer Generation z.T. auch Generation 9/11 genannt werden)

-> Februar 2013